Das Alphorn

Über das Alphorn ist schon einiges geschrieben worden. So manch interessanter Aufsatz oder Beitrag ist über die Entstehung, die Geschichte, die Entwicklung und die Bauart des Alphorns, für Interessierte und Neugierige, aus den weiten des World Wide Web zu erfahren.

Die Geburtsstunde des Alphorns ist und bleibt wohl unbekannt. Wenn wir heute von einem "Alphorn" sprechen, meinen wir ein langes, gerades, unten abgebogenes Holzhorn. Schon seit Jahrhunderten sind auf allen Kontinenten Horninstrumente aus unterschiedlichen Materialien und Formen hergestellt und gespielt worden.

  • Die älteste bis heute gefundene Beschreibung des Alphorns findet sich in Conrad Gessners “De raris et ad mirandis herbis“ (1555-1556). Er schrieb, dass die Instrumente aus zwei krummen und ausgehöhlten Hölzern, die mit Weidenruten fest zusammengebunden sind, bestehen würden. Die Länge betrage 11 Fuss (330-340cm)

  • Die älteste bekannte Abbildung zeigt ein langgestrecktes (ca. 3m langen) Hirtenhorn auf einem Altarbild der Bergkappelle Rohrmoos bei Tiefenbach (Allgäu, D). Entstanden um 1568.
    https://www.dein-allgaeu.de/kultur/oberstdorf/st._anna_kapelle_oberstdorf.html

  • Ein Eintrag im Rechnungsbuch des ehemaligen Klosters St. Urban (LU) lautet (1527): „einem Walliser mit Alphorn gen 2 Batzen“. Ob dieses „Alphorn“ unseren heutigen Vorstellungen entsprechen würde, ist auch mit diesem Eintrag nicht belegt. Der Eintrag ist jedoch die älteste schriftlich festgehaltene - bis heute bekannte - Quelle des Begriffs „Alphorn“.
    http://www.st-urban.ch

Der Ursprung des Alphorns, in der heutigen Form, ist bis heute nicht abschliessend auszumachen. Das Alphorn diente bereits im 16. Jahrhundert nicht nur als Ruf- und Signalhorn, sondern auch als Spielzeug für die Alp-Hirten und hat sich in den letzten Jahrzehnten fest im Alpenraum, mit ihrer eigenen Spielweise und Dialekt, verankert.

Spiele das Alphorn, mit deiner Artikulierung, mit deinem Dialekt, aus ... 

Die Themen rund ums Alphorn gehen jedoch noch tiefer

  • Der Eidg. Jodlerverband hat sich die Erhaltung, Pflege und Förderung schweizerischen Brauchtums wie Jodeln, Alphornblasen und Fahnenschwingen statuarisch (Art. 1, Abs. 2 ) auf die Fahne geschrieben.
  • So beschäftigt sich die eidg. Fachkommission Alphorn (FKA) schon seit Jahrzehnten damit, was nun unter „Traditionelles Alphornspiel“ verstanden wird.
  • Die Fachhochschule Luzern befasst sich zurzeit mit einer Studie bezüglich Quelle und Entwicklung zu Jodelmelodien und Alphornmelodien. Das Projekt untersucht Ähnlichkeiten und mögliche Einflüsse zwischen Naturjodel und Alphornmusik.

Wir befassen uns also mit der Definition, wie man eine Tradition, im Wandel der Zeit und der innewohnenden Veränderung, bewahren kann.

...tiefstem Herzen und du wirst die Zuhörer berühren.